Wer war Dietrich Bonhoeffer?

Dietrich BonhoefferDietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau als Sohn eines Pastors geboren. Er studierte evangelische Theologie und schrieb bereits mit 21 Jahren seine Doktorarbeit. Später lehrte er Theologie an der Universität in Berlin.

Da den Kirchen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten große Einschränkungen auferlegt wurden, ging Bonhoeffer nach London, um dort zwei deutsche Gemeinden als Pastor zu betreuen. 1935 kehrte er nach Deutschland zurück und schloss sich der protestantischen Widerstandsbewegung an. Trotz Verbots hielt er weiter Gottesdienste ab und führte die Ausbildung von Geistlichen durch.

1936 wurde Dietrich Bonhoeffer untersagt, an der Universität zu unterrichten. Er durfte sich nicht mehr in Berlin aufhalten und keine Schriftstücke veröffentlichen. Ständig wurde er durch die Geheime Staatspolizei überwacht. Bonhoeffer schloss sich einer anderen Widerstandsbewegung an und arbeitete mit großem Einsatz an den Vorbereitungen zur Beseitigung des Regimes. 1943 wurde er verhaftet und in ein Militärgefängnis gebracht.

Nach dem missglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er ins Konzentrationslager Buchenwald verlegt. Er wurde wegen Hoch- und Landesverrat auf ausdrücklichen Wunsch von Adolf Hitler als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat in Verbindung gebracht wurden, zum Tode verurteilt. Er wurde nur wenige Wochen vor der Kapitulation im Alter von 39 Jahren im Konzentrationslager Flossenbrück hingerichtet.

Bonhoeffers Erbe sind seine vielen Schriften und Texte, die seinen unbändigen Freiheitswillen und sein Glaubensbekenntnis
bezeugen.

Weitere Informationen:

» Dietrich Bonhoeffer in Wikipedia